Back-Tat

Alle – naja, vielleicht doch nicht alle, aber doch viele Deutsche hier in Cuernavaca leiden unter dem Verlust von Diesem oder Jenem aus der Heimat und dazu gehören die schönen braunen leckeren Brezeln – einige Schweizer, die ich hier kenne, vermissen die Brezeln auch. Also haben wir am vergangenen Samstag endlich den lang versprochenen Brezelbacklerntag gemacht. Wir waren 2 „Schüler“ L. und E., 2 „Schülerinnen S. und G., 1 „Protokollantin“ unsere Freundin Susi und 2 „Lehrer“ Hans und ich. Die Schüler haben gearbeitet, die Lehrer haben Anweisungen gegeben, Susi hat aufgeschrieben – das Rezept, das Vorgehen, alle Tips und Tricks. Den größten Spaß hatten wir alle beim Teig herstellen, kneten und beim Formen der Brezeln und Laugenstangen. Wir haben 3 Gruppen von jeweils 2 Personen gebildet und jede Gruppe hat aus 500 gr. Mehl Brezelteig gemacht. Am Ende sind da mehr als 2 kg Teig draus geworden und insgesamt etwa 22 Gebäckstücke – ich habe leider nicht gezählt. Nach insgesamt 2 Stunden kamen die ersten Laugenbrezeln und -stangen aus dem Ofen und alle waren begeistert und gemeinsam haben wir uns drauf gestürzt. Wir haben eine ganze Menge davon genussvoll vertilgt und es hat mir ziemlich Leid getan, daß die fleissigen „Schüler“ fast nichts mehr zum mit Heim nehmen hatten. Für Jeden blieb gerade mal eine einzige Brezel bzw. Laugenstange übrig. Aber es hat so viel Spaß gemacht, daß wir beschlossen haben, daß die „Brezelbackschüler“ einladen und dann zeigen, was sie gelernt haben und jeweils nochmal einen Brezelbacktag machen – ich freue mich schon darauf und vielen Dank nochmal an die fleißigen Schüler und die Protokollschreiberin – wir hatten einen sehr schönen Samstag zusammen.

3 Wochen wie im Flug

Die letzten 3 Wochen sind so schnell vorbei gewesen, ich kann es gar nicht glauben. Eine Woche war ich krank – Bauchkrämpfe, Durchfall, Übelkeit und Schwindel – war nicht lustig, aber nach der Einnahme von Kaomicin (gibt es frei verkäuflich in jeder Pharmacia) 5 Tage lang, ging es wieder gut. Danach gab es viel Arbeit und nun bin ich eine Woche lang allein zu Haus, denn der Gatte, den ich habe, muß arbeiten und zwar in Guadalajara und er kommt erst am Freitag wieder heim. Montag war also Nähtag – eine kleine Tasche für A. Gestern, Dienstag nochmal Nähtag aber diesmal bei L., hier treffen wir (4 bis 5 Frauen) uns zum Nähen mit Lehrerin. Das macht wirklich Spaß und endlich kann ich lernen, wie ein richtiger Quilt hergestellt wird. Heute ist „Strafarbeit“ dran: Ich muß Wäsche bügeln und das Haus sollte auch mal ein wenig auf Vordermann gebracht werden. Leider ist es ziemlich groß – 4 Zimmer, 3 Bäder, Küche, Eßzimmer, Wohnzimmer, Waschküche, Terasse. Eine Menge Arbeit, aber ich habe gleich heute Morgen schon mal angefangen, da war es noch nicht so heiß und ich bin ziemlich schnell fertig geworden und jetzt mache ich eine Pause mit großem Kaffee und dann geht es weiter.

Las Estacas

 

Las Estacas ist ein einzigartiger für mich magischer Ort und unglaublich schön. Es ist die Quelle des Rio Yautepec. Diese Quelle hat einen Durchmesser von etwa 12 m und hier sprudeln etwa 6000 ltr. glasklares Quellwasser pro Sekunde aus der Tiefe. Die Quelle befindet sich im Naturreservat Sierra de Montenegro zwischen den Dörfern Tlaltizapán und Cuautla etwa eine Stunde Fahrzeit von Cuernavaca entfernt. Auf einer Strecke von ca. 2 km fließt der Rio Yautepec durch einen riesigen sehr gepflegten Park mit uralten Bäumen. Das Wasser ist kristallklar und hat eine Temperatur von vielleicht 19 oder 20 º Celsius. Die Ruhe und die Schönheit der Natur sind hier einzigartig. Ich bin am 10. Mai (Día de la Madre – Muttertag) zum zweiten Mal mit Freunden dort gewesen. Wir haben einen bestimmten Platz, wo wir uns mit unseren mitgebrachten Sachen – Proviant, Knabberzeug, Kaffee und Getränke – breitmachen. Es gibt Tische mit Bänken, man kann sich einen Grill ausleihen – komplett mit Holzkohle und Personal, welches den Grill anzündet. Außerdem gibt es Träger, die am Parkplatz warten und alle Sachen transportieren, die man so dabei hat. Einmal alles ausgebreitet marschiert man zu dem großen Loch (Borbollón), wo das Wasser raussprudelt und springt oder geht ins Wasser und macht sich treibend und schwimmend auf den Weg zurück zum Lagerplatz. Das dauert etwa eine Stunde. Es ist unbeschreiblich schön und die Fotos können eigentlich nur einen Teil wiedergeben. Auf dem Weg passiert man verschiedene Zonen mit sehr unterschiedlicher Vegetation – ein großes natürliches Becken, welches fast ein See ist, man kommt an einer Insel vorbei und in den großen alten Bäumen befinden sich Plattformen, von denen man mit der Seilbahn von einer Seite des Flusses auf die andere „fliegen“ kann. Hier wurden übrigens unter vielen Anderen Teile des Tarzan-Films mit Johnny Weißmüller gedreht. Außerdem gibt es große Wasserschaukeln, von denen man sich am richtigen Punkt ins Wasser fallen läßt – ein Riesengaudi. Es gibt Umkleideräume, Schließfächer, Kiosk, Restaurant und Bar. Man kann Boote ausleihen oder ein Floß, um den Fluß hinunter zu fahren – die Wasserfahrzeuge werden anschließend vom Personal wieder nach oben zur Quelle transportiert. Weiter kann man eine Schnorcheltour buchen oder an der Schwimmschule teilnehmen. Es gibt noch einen großen Bereich mit sehr flachem Wasser, gespeist vom Fluß für Kinder mit Rutschen etc. und einen großen Pool für Leute, die sich nicht in den Fluß wagen. Auch Übernachtungen sind möglich – im Hotel, im Bungalow (Massenunterkunft mit 6 bis 9 Betten pro Raum) oder auf dem dazugehörigen Campingplatz. Zum Hotel gehört noch ein Spa, welches ich irgend wann einmal ausprobieren werde. Das Alles klingt nach sehr viel Betrieb, aber es ist eigentlich beinahe leer hier und die Ruhe ist himmlisch. Wir sind bei unserem Besuch 2 mal den Fluß runter geschwommen, sind im Restaurant zusammen essen gewesen (Molcajete) und S. hatte ein Spiel dabei, welches wir gespielt haben. Der Tag ging rasend schnell vorbei und es war wie beim ersten Besuch dort einfach ein wunderbarer erholsamer Tag, den ich sehr genossen habe.

Las Estacas

 

Überraschung – Post aus Deutschland

Stand doch heute, als wir vom Einkaufen zurück kamen, der Vigilante (Wachmann) an der Einfahrt und hat gegrinst und schon von Weitem mit einem großen dicken sehr interessantem Brief gewinkt. Er hat auch erst nochmal schnell auf die Adresse, die Briefmarken und die Stempel geglotztguckt und hat dann immer noch grinsend den Brief übergeben. Also mal schnell zu unserem Haus gefahren, rein gerannt, Kaffee geholt und mit dem Brief auf die Terrasse und geöffnet: Yepp, es war ein sehr lieber, schöner, netter Ostergruß von unserem Enkelmädchen A. (4 Jahre alt) und einige mega schöne Fotos waren neben der selbst gemalten und selbst gebastelten Osterkarte auch noch darin. Vielen Dank liebe A. und natürlich auch vielen Dank an die Mama, die das Ganze ja auf den Weg gebracht hat.

Osterkarte von A., 4 Jahre

 

 

Taxco – die silberne Stadt

Es ist schon über eine Woche her, als ich dort war. Ich bin immer noch begeistert und freue mich immer noch, daß S. mich eingeladen hat, mitzukommen und außer mir und S. war auch noch M. dabei. Die Stadt ist schön, alt, malerisch und anstrengend. Wir sind früh aufgebrochen, um nicht zu spät in Taxco anzukommen, haben in einem Restaurant am Zocalo gefrühstückt – Huevos Rancheros, Fruta mixta, Jugo y Cafe – sehr lecker. Auf dem Zocalo gab es eine Parade weil der 5. Mai el Aniversario de la Batalla de Puebla (Jahrestag des Kampfes von Puebla) ist – das wird eventuell mal ein anderer Artikel über Geschichte. Die Schulen von Taxco haben jedenfalls ihre Schülerkapellen aufgestellt und die Schüler marschieren lassen und wir konnten das Ganze sehr gut von oben beobachten, denn das Restaurant befand sich in der 2. Etage – wir hatten einen Logenplatz mit Überblick. So, eigentlich waren wir wegen dem Silber gekommen und wollten schauen, shoppen und staunen. Wir sind also zu Fuß bergab Richtung Straßenmarkt und Stadtrand marschiert. Das ist schweißtreibend, denn die Straßen in Taxco sind sehr steil und das Kopfsteinpflaster, welches übrigens richtig toll aussieht, ist wirklich glatt durch den wahrscheinlich jahrhundertelangen Gebrauch – also vorsichtig runter und am Besten mit Turn- oder guten Laufschuhen. Zum Glück hatte ich eine Vorwarnung von S. und hatte die richtigen Schuhe an. Bald sind wir bei den ersten Ständen angekommen und dann war plötzlich alles nur noch Silber, ein Tisch reiht sich an den andern, die Straße ist ein einziger Marktplatz und es gibt nichts anderes als Silberschmuck und Gegenstände aus Silber. Ich habe mich sehr zurück gehalten beim Einkaufen, denn ich war mir nicht so sicher, was ich da nun eigentlich kaufen soll – viel zu viel Auswahl. Aber ich habe schon einige nette kleine Sächelchen gefunden, die mir richtig, aber richtig gut gefallen. Jedenfalls ging der Mittag vorbei und es wurde heißer und heißer und voller und voller – sehr viele Silbereinkäuferinnen waren da unterwegs. Deshalb hat S. die sich hier auskennt, beschlossen, daß es an der Zeit ist, nun ein richtiges Schmuckgeschäft aufzusuchen, die es schließlich auch gibt in Taxco. Wir waren hier auch in einigen Läden und am Besten hat mit persönlich das Geschäft der Nachkommen von W. Spratling gefallen und die ausgestellten Stücke von Emilia Castillo finde ich einmalig schön. Hab ich gesagt, daß wir beim Bäcker vorbei kamen und uns einen Mini-Superlecker-Käseküchlein gegönnt haben – Mann war der gut, der Käsekuchen! Der Heimweg war genau so lang wie der Hinweg – etwas mehr als eine Stunde Fahrzeit. Gegen 16.00 Uhr war ich wieder zu Hause und die Temperatur in der Gegend von Taxco inzwischen bei 40 ° C. Ich möchte aber bald noch einmal dort hin fahren mit meinem Schatz, um nette Mitbringsel für meine Lieben – die großen Lieben und die kleinen Lieben! – in Deutschland einzukaufen und ich hab da auch schon ein paar Ideen, was das so sein könnte.

Ausflug

Susi ist umgezogen und bruacht neue Lampen und hat gefragt, ob ich mit nach D. F. (= Distrito Federal = Mexico City) fahre und Lampen aussuche. Klar, ich bin dabei. Sie ist gefahren – meine Kenntnisse von der „großen Stadt“ halten sich wirklich noch in sehr bescheidenen Grenzen, aber das wird sich sicher irgendwann ändern. Susi kannte die lange Straße, in der ein Lampenladen neben dem anderen ist und das auf beiden Seiten. Ich denke, wir waren in jedem von diesen Läden und nach gefühlten 20 Läden hatte ich das Gefühl, alle haben sowieso die gleichen Lampen. Es war ganz schön warm und die richtigen Laufschuhe hatte ich auch nicht an – eher die Stöckeldingser und irgendwann hatte ich gar keine Lust mehr und Susi wohl auch nicht, denn plötzlich hat sie sich für 2 Lampen entschlossen, bezahlt und dann sagte sie, sie kennt einen Markt ganz in der Nähe (das ist sehr relativ – waren bestimmt 1 ½ km). Bei Markt kann ich nicht nein sagen, also hin da wir Beide. Bei einem Metzger habe ich 3 ½ kg Kalbsbraten für den Grillspieß bestellt. Der Braten wurde aus dem Fleisch der Keule geschnitten und zu einem Stück geschnürt. Dafür habe ich sagenhafte 380 Pesos bezahlt (17 Pesos = 1 Euro). Während wir gewartet haben, daß der Braten fertig geschnürt wurde, hatten wir noch eine nette Begegnung mit einem anderen Ladenbesitzer, der uns kurzerhand zu einer Verkostung seiner Produkte – Wein, Käse, Serranoschinken und Kochschinken – einlud. Klar, da haben wir dann auch ein wenig Käse und Schinken eingekauft. Auf dem Heimweg sind wir in ein japanisches Restaurant eingekehrt – da war es schon etwa 16.30 Uhr und wirklich Zeit für was richtiges zum Essen. Ich bin dann mit zu Susi nach Hause und habe mich von meinem Schatz abholen lassen. Ein Glas Wein und ein leichtes Abendessen gab es dann auch noch vor der Heimfahrt bei Susi. Wirklich lieb von ihr, daß sie mich eingeladen hat, mit ihr zu fahren und so ein klein wenig von Mexico City zu sehen.

Frühstück

Einmal im Monat, am ersten Mittwoch um 10.00 Uhr treffen sich die deutschen Frauen zu einem gemeinsamen Frühstück. Es findet jedes Mal – so lange ich jedenfalls teilnehme – in einem anderen Restaurant statt. Ich finde das richtig toll, denn ich lerne neue Leute kennen, lerne neue Restaurants kennen und muß jedes Mal auch den Weg dahin finden, so daß ich auch noch Cuernavaca besser kennen lerne. Eigentlich wollte ich die Kamera mitnehmen und einige Fotos machen. Leider muß ich gestehen, daß ich sie daheim vergessen habe. Wir waren dieses Mal nur 7 Personen und es war ein kleineres verstecktes sehr mexicanisches Restaurant mit traditioneller Küche und es gab für alle das Gleiche – Rührei mit Algen, Champignons, Saft und Obst vom Büfett und Pan de Platano – so eine Art Bananenmuffin. Wir haben gegessen, gequatscht und jede Menge Spaß gehabt. Am Nachmittag 14.00 Uhr war ich dann wieder zu Hause. Sehr nett war`s!

Wochenende

Sonntag ist ja schon vorbei, aber ich schreibe jetzt trotzdem vom Sonntag. Sonntags gehen wir Frühstücken, wenn`s geht. Letzten Sonntag waren wir im Hotel, Restaurant und Spa Mision del Sol – das ist gleich bei uns um die Ecke, was wir gar nicht wußten. Susi hatte die Idee, dorthin zu gehen und ist natürlich mitgekommen. Das Hotel/Spa/Restaurant hat einen wunderbaren parkähnlichen sehr großen und sehr gepflegten Garten (hier sagt man „Jardin maduro“ = reifer Garten) mit großen alten Bäumen, einem Zitrusgarten, einem Bächlein – also mit allem, was dazu gehört. Wir saßen auf der Terasse mit Blick in diesen schönen Garten (da darf man rauchen). Zum Frühstück gab es ein sehr einzigartiges Buffet mit ausgewählten Spezialitäten. Ich konnte nicht von Allem probieren, es war einfach zu viel. Ich hatte zuerst einen kleinen Obstteller mit Ananas, Melone, Papaya, Erdbeeren, Feigen, danach eine frisch für mich zubereitete Quesadilla mit Queso manchego, Huitlacoche (Maistrüffel = ein schwarzer trüffelähnlicher Pilz, der auf den heranwachsenden Maiskolben wächst und in Mexico eine Delikatesse ist) und Zucchiniblüten in einer Tortilla aus blauem Mais, sie war also blau, Huevos Benedikt (Eier Benedikt) mit einer tollen Soße auf einer winzigen Tortilla, Chile relleno (gefüllte Chili – Füllung aus Gemüse, Gewürzen, Nüssen und Körnern), etwas Lasagne aus Weizenmehltortillas, Gemüse, Nüssen und Tomatensoße mit Käse überbacken. Es gab verschiedene frisch gepreßte Säfte und Saftmischungen – ich habe mich für Antigripal und danach für Energia entschieden, Beide sehr lecker. Ich habe aber keine Ahnung, über deren genaue Zusammensetzung. Kaffee gab es natürlich auch. Für „Zwischendurch“ wurde uns eine Mimosa serviert = Sekt Orange. So und dann ging es ab zum Postre = Nachtisch – das klingt hier wie Mittagessen, ist aber wirklich ein Frühstücksbuffet. Susi und ich haben uns beide für das Litschi-Gelee entschieden in Form eines kleinen Würfelchen, in dessen Mitte eine frische Litschi war und oben drauf eine Himbeere, dazu eine wenig Mousse au Chocolat und frische Mango. Ich kann gar nicht glauben, daß ich das alles gegessen habe! Ich fand es Klasse, leider hat meinem Gatten ein wenig Fleisch gefehlt. Wie auch immer, ich war bis zum Abendessen satt und das ist etwas bescheidener ausgefallen und am Abend waren mein Liebster und ich schwimmen – 20 Bahnen jeder!!

Huitlacoche

Ausflug

Wir sind nach Mexico City gefahren am Mittwoch, 25.04.2012. Susi war so freundlich und hat den Part des Chauffeurs übernommen, denn sie kennt sich am Besten in dieser unsäglichen Stadt aus. Ich habe keinen Plan dort – gar nicht. Der einzige Ort, wo ich hin finde, ist der Flughafen. Wir waren zu viert und haben eine Stofffabrik besucht, wo wir Stoffe aussuchen und zu einem Freundinnen-Sonderpreis einkaufen durften. Die Fabrik war eine Überraschung – groß, modern, sehr hell, tolles Gebäude (gar nicht wie eine Fabrik) und riesige Fenster und Glasflächen, Balkone und dann auch noch mit einer unglaublichen Aussicht über einen Teil der Stadt. Die Stoffe waren die nächste Überraschung, es gab Unmengen in allen Farben und Qualitäten und Mustern und die Auswahl war wirklich riesig. Wir haben Stunden damit zugebracht, uns zu entscheiden. Sabine hat beinahe 30 mtr. mitgenommen, um Gardinen zu nähen, Gricela hat etwa 8 verschiedene Stoffe ausgesucht, Susi hat sich einen tollen Stoff von Versage ausgesucht und ich einen sehr modernen einfarbigen Stoff in jeansblau. Die Fabrik gehört Gabi und ihrem Mann und wir bedanken uns nochmals sehr für diese einmalige Gelegenheit und ihre Zeit, die sie mit uns verbracht haben. Irgendwann in der kommenden Woche fange ich dann mal an zu nähen.

Fast eine Woche Guadalajara

Sonntag, den 15.04.2012, haben wir 2 Flüge nach Guadalajara gebucht. Wir haben einen Anruf bekommen, daß nach einem Unfall unsere Schwiegertochter im Krankenhaus liegt und operiert werden muß. Ja, es ist alles sehr gut verlaufen und sie ist wieder daheim und sie wird wieder gesund und in einigen Monaten darf sie auch wieder reisen.
Wir hatten das volle Streßprogramm: Abfahrt am Montag Mittag per Taxi zum Bus in Cuernavaca. Der heißt Pullmann de Morelos und fährt in 1 ½ Stunden zum Flughafen nach Mexico City für sagenhafte 158,00 Pesos mexicanos. Ankunft in Guadalajara gegen 20.00 Uhr – der Flieger hatte mehr als eine Stunde Verspätung – ins Hotel mit Taxi (das Hotel war super, kann ich nur empfehlen = Staybridge Suites Plaza del Sol), schnell die Köfferchen „abgeworfen“ und auf den Plaza del Sol gerannt, ein angemessenes Mitbringsel für den Besuch im Krankenhaus eingekauft, ins nächste Taxi und zum Krankenhaus. Da hat uns dann richtig heftig das böse Hüngerchen überfallen, denn seit dem Frühstück gab es nur noch einen Kaffee im Flieger und eine große Flasche Wasser. Also ins Restaurant und dann irgendwann gegen 1.00 Uhr morgens am Dienstag ins Hotelbettchen gefallen. Dienstag war Kundentag und das hat auch tatsächlich bis 16.00 Uhr gedauert. Wir mußten aber noch nach Chapala fahren, um das Auto des Sohnes und den Unfallbericht der örtlichen Polizeistelle holen- Hinfahrt 1 Std., Rückfahrt 1 Std. Aufenthalt 1 Std. und dann gleich wieder ins Krankenhaus, die Fortschritte der Heilung begutachten und das Polizeipapier abliefern. Wieder sehr spätes Abendessen und wieder ins Bett gefallen. Mittwoch ging es dann etwas ruhiger zu, wir konnten ausschlafen, das Frühstück im Hotel und einen Kaffee am Pool genießen, danach ab zur Bank, das alte Konto in Guadalajara kündigen – war erstaunlich einfach und recht schnell erledigt. Danach hatten wir noch ein Treffen mit dem Steuerberater und das hat auch eine ganze Weile gedauert. Danach sind wir richtig nett Essen gegangen, denn das hatten wir uns wirklich verdient. Es gab ein dickes Rinderfilet 800 gr. für 2 Personen mit ganz viel Salat und Salsa im Tango an der Glorieta Chapalita. Donnerstag war dann unsere Schwiegertochter wieder zu Hause und das war unser Rückreisetag. Inzwischen hatten wir auch erfahren, daß „Don Goyo“ der Hausvulkan von Mexico City Popocatépetl erwacht ist und in schöner regelmäßigkeit Morgens und Abends Wasserdampf, Asche und Rauch auspustet – aber nicht zu wenig! Der Rückflug sollte 22.05 Uhr sein und das Erste, was wir am Flughafen feststellen mußten war, daß der Flug voraussichtlich um 23.05 abfliegt. Ja, das hat geklappt. Gegen 0.00 Uhr waren wir in Mexico City und sind quer durch den gesamten Terminal 1 gehastet, um den Pullmann de Morelos Bus noch zu schaffen, der 0.30 Uhr Abfahrt hatte. Kaum zu glauben, aber wir haben den Bus erwischt. Zurück in Cuerna standen am Busterminal schon einige Taxis bereit und so sind wir gegen 2.30 Uhr in unserem Haus angekommen – völlig aufgedreht und platt. Der gesamte Samstag war im Eimer, denn wir mußten erstmal ausschlafen, dann einkaufen und nochmal ausschlafen. Aber es war eine schöne Reise, denn die Schwiegertochter wird wieder gesund und es geht ihr inzwischen wieder sehr viel besser. Heute kommen die Drainage-Röhrchen aus der Nase.